Der erste Schritt in die finanzielle Freiheit.

Der Schlüssel zum Erfolg ist Ordnung und Routine. Das gilt ganz besonders für deine Finanzen. So erkennst du Sparpotentiale und entwickelst ein Bewusstsein für deine Finanzen. Je besser du deine Ausgaben unter Kontrolle hast, desto schneller bist du finanziell frei.

So stellst du dein Budget auf.

Es kann am Anfang herausfordernd sein, seine Einnahmen und Ausgaben detailliert zu notieren, aber es zahlt sich definitiv aus.

  • 1. Einkommen ermitteln

    Zuerst notierst du dein monatliches Einkommen. Das geht relativ schnell. Wenn du verschiedene Einnahmequellen hast, notiere sie einzeln und addiere sie anschließend zu deinem monatlichen Gesamteinkommen.

  • 2. Fixe Ausgaben ermitteln

    Das Ordnen der Ausgaben ist der größte Aufwand beim Budget erstellen. Beginne mit den regelmäßigen Ausgaben, also alles was monatlich regelmäßig von deinem Konto abgeht: Miete, Strom, Netflix, Spotify, Versicherung, GEZ und so weiter. Notiere und addiere sie.

  • 3. Variable Ausgaben ermitteln

    Deine variablen Ausgaben sind etwas komplizierter. Ich empfehle dir dazu eine Budget-App oder ein klassisches Haushaltsbuch. Du kannst dazu Posten (z.B. Lebensmittel, Klamotten, Kino etc.) bestimmen und Einzelbudgets für diese festlegen. Kalkuliere noch einen kleinen Puffer von 10 - 20% in die Einzelbudgets und addiere sie.

  • 4. Sparbetrag berechnen

    Indem du die gesamten Fixausgaben und die gesamten variablen Ausgaben pro Monat von deinem Einkommen abziehst, erhälst du du den Betrag, den du monatlich sparen kannst (oder zur Schuldentilgung nutzen kannst). Dein Sparbetrag sollte bei 20 % des Einkommens liegen.

  • 5. Sparbetrag steigern

    Beginne mit den variablen Ausgaben, hier finden sich die schnellsten Einsparmöglichkeiten (weniger rauchen, öfter selber kochen etc.). Anschließend kannst du dich um deine fixen Ausgaben kümmern. Kündige unnötige Verträge oder wechsel zu günstigeren Anbietern. Kündige wegen Fristen lieber früher als später.

Pro Tipp: Das 2-Konten-Modell

Lege dir ein zusätzliches kostenloses Girokonto an. Das wird dein Investment-Konto. Auf deinem Investment-Konto geht dein Gehalt und sonstiges Einkommen ein. Von diesem Konto richtest du dir einen Dauerauftrag auf dein bisheriges Girokonto ein (= dein Lebenskonto). Du überweist dir zum Beispiel 80 % deines Einkommens auf dein Lebenskonto. Davon bezahlst du alle fixen und variablen Ausgaben. Du darfst das Konto dann gerne bis Ende des Monats leer machen (nur nicht überziehen!).

  • Investment-Konto

    Auf deinem Investment-Konto hältst du einen gewissen Betrag als Notgroschen (siehe Schritt “Absicherung”) und legst alles darüber an (siehe Schritt “Vermögensaufbau”). Am besten, du versteckst die EC- und Kreditkarte dazu gut, denn für deine regulären Ausgaben hast du dein Lebenskonto, auf das du dir deinen “Unterhalt” zahlst.

  • Lebenskonto

    Von deinem Lebenskonto lebst du. Du nutzt dafür am besten dein bisheriges Girokonto, so musst du nur deinem Arbeitgeber deine neue Kontonummer mitteilen. Du darfst dann jeden Monat dein Konto leer machen. Planst du größere Anschaffungen, solltest du aber ein bisschen sparen.

2. Schritt:
Schulden tilgen

Nutze deinen Sparbetrag zuerst um Schulden zu tilgen, dann um ein Finanzpolster anzusparen und letztendlich um Vermögen aufzubauen.