Für manche verhält es sich mit dem Budgeting wie mit der Anmeldung im Fitnessstudio. Entschlossen macht man sich ambitionierte Trainingspläne und setzt sich auf strenge Diäten. Die erste Woche geht locker von der Hand, die zweite ist schon schwierig und in der dritten verstößt du gegen alle Regeln und beißt in dieses Snickers. Jetzt ist alles vorbei, oder? Nein, hier ist nichts vorbei, sondern hier besteht die Möglichkeit, deinen Ernährungsplan zu optimieren, weil du an deine Grenzen gestoßen bist. Genauso verhält es sich auch beim Budgeting. Anfangs ist man übermotiviert, will Geld sparen und die Ausgaben besser kontrollieren, doch irgendwie läuft es nicht so, wie erhofft. Woran kann das liegen? Hier die 6 häufigsten Fehler beim Budgeting:

1) Ein zu strenges Budget
Du hast zufällig einen alten Freund in der Stadt getroffen und ihn auf einen Kaffee eingeladen, leider hast du dadurch dein Monatsbudget überschritten. Das kann sehr frustrierend sein und dazu führen, dass du entweder aufhörst zu Budgetieren oder keine deiner Freunde mehr einlädst. Finde ich beides nicht gut. Deshalb empfehle ich dir 10-20 % mehr Budget pro Posten einzuplanen, als du kalkuliert hast. So schaffst du dir einen Puffer.

2) Ein zu hohes Budget
Das mag wie ein Widerspruch zum ersten Punkt klingen, aber natürlich ist ein Budget, dass deinen finanziellen Rahmen übersteigt nicht sinnvoll. Wenn dein Einkommen jeden Monat schon „überverplant“ ist, kann das ganze System nicht funktionieren.

3) Posten bei der Budgetplanung vergessen
Das kann schnell bei Ausgaben passieren, die nicht monatlich, sondern nur vierteljährlich oder einmal im Jahr anfallen. Damit ist zum Beispiel deine Kontaktlinsenvorratspackung gemeint oder auch ganz unregelmäßige Ausgaben, wie eine Reisepassausstellung. Wenn diese Ausgaben absehbar sind, solltest du sie dringend mit einkalkulieren und auf die einzelnen Monate runterbrechen. So hast du das Geld idealerweise bis zum Tag, an dem du die Ausgabe tätigst, zusammen gespart.

4) Notgroschen vergessen
Um möglichst nicht in den Dispo zu rutschen, ist es gut, für überraschende Ausgaben (z.B. eine Autoreparatur) einen Notgroschen zu haben. Ich empfehle dir für den Fall der Fälle 2-3 Monatseinkommen auf ein Tagesgeldkonto zu sparen. Aber Vorsicht, wenn du den Notgroschen antastest, muss es dein Ziel in den nächsten Monaten sein, diesen Puffer wieder aufzubauen. Noch bevor du dein Geld für andere Sachen ausgibst.

5) Budgeting als Selbstzweck
Du gehst ja auch nicht trainieren, weil du gerne im Fitnessstudio bist. Du trainierst, um deine Ziele zu erreichen. Ebenso ist es beim Budgeting. Wenn du dir kein Ziel gesetzt hast, wofür du deine Ausgaben besser geregelt haben willst, verlierst du schnell die Motivation. Budgeting ist kein Hobby, sondern soll dir helfen deine Wünsche und Ziele (Weltreise, Auto) zu ermöglichen. Setz dir also klare Ziele!

6) Fehlende Belohnung für „Übererreichung“ der Ziele
Wenn du am Ende des Monats mehr Geld über hast, als kalkuliert, ist das natürlich großartig. Dafür solltest du dich belohnen und dir einfach mal was gönnen! Geh ins Kino oder schön Essen. Budgeting soll nicht dazu führen, dass du die ganze Zeit das Gefühl des Verzichts hast. Enjoy!

Ich hoffe, dass dir die Punkte helfen. Wenn das Thema Budgeting noch ganz neu für dich ist, empfehle ich dir diesen Artikel über die Grundlagen des Budgeting. Anosnsten: Bleib am Ball. Es lohnt sich!

Liebe Grüße,
dein William.