Schon alle Weihnachtsgeschenke zusammen? Ich habe noch ein paar Namen auf meiner Liste und so langsam wird die Zeit knapp. Man will ja nicht langweilig sein, aber irgendwie haben die meisten schon alles. Beim Nachdenken über Geschenkideen, die ähnlich wie diese Damenhandtaschen als Geldanlage funktionieren, bin ich auf ein sehr praktisches Geschenk gestoßen: Whiskey.

Whiskey wird in Deutschland immer beliebter. Besonders der Single Malt, also Whiskey, der aus nur einer Brennerei stammt und nicht mit anderen gemischt ist, wird immer gefragter. Der Geschmack ist dabei abhängig vom Verfahren der Herstellung, der Art der Lagerfässer und der Lagerzeit. Und jetzt kommt das Beste: Selbst für Nichttrinker kann sich die Flasche Whiskey lohnen, denn Whiskey kann auch als Wertanlage genutzt werden.

Beispiel: Eine Flasche Black Bowmore (hergestellt 1964), die 1994 abgefüllt und verkauft wurde, hat zu damals 150 DM gekostet und schon in den ersten drei Jahren ca. 700 Mark an Wert zugelegt. 2004, also 10 Jahre später, wurden einige Flaschen für 2.800 € verkauft, danach fiel der Preis allerdings wieder auf knapp 1.600 €. Das war trotzdem noch das zwanzigfache vom ursprünglichen Kaufpreis. Die durchschnittliche Rendite liegt bei 36 % pro Jahr.

Der Black Bowmore ist natürlich ein Paradebeispiel. Aber bei Whiskeys von richtigen Herstellern lassen sich fast immer Wertzuwächse erzielen: Aardbeg, Bowmore, Glenmorangie, Lagavulin, Laphroaig und Macallan stehen hier für Qualität. Die Flasche kostet allerdings auch meist zwischen 40 € und 120 €, obwohl nach oben natürlich keine wirkliche Grenze existiert.

Was man beachten muss: Je besser ein bestimmter Jahrgang schmeckt, desto mehr Wert wird die Falsche mit der Zeit, denn je mehr Flaschen geöffnet werden, desto knapper wird das Angebot und damit steigen die Preise. Auch zählt oft eine gute Geschichte über die Herstellung des Whiskeys oder dessen Lagerung. Je interessanter, desto wertvoller der Whiskey.

Und noch ein Vorteil: Falls der Whiskey doch nicht im Wert steigen sollte, kann er einfach getrunken werden. Der richtige Whiskey-Sammler kauft übrigens immer drei Flaschen: Eine zum Trinken, eine zum Aufheben und eine zum Tauschen.

Neben Handtaschen , Bonsaibäumen und Sneakers als Geldanlage reizt mich persönlich der Whiskey am meisten. Allerdings werde ich niemals ausschließlich in solche exotischen Wertanlagen investieren. Besonders wenn deine Geldanlage wenig Aufmerksamkeit und Zeit in Anspruch nehmen soll, ist ein Robo-Advisor die beste Wahl.

Liebe Grüße,
dein William.