Das Leben eines klassischen Finanzberaters ist hart geworden. Denn seit 2011 ist für die Branche nichts mehr, wie es war. Konnten sie bis dahin dem Sparer alle möglichen Finanzprodukte zu aberwitzigen Konditionen verkaufen, sehen sie sich heute einem Konkurrenzprodukt gegenüber, das ihnen ordentlich das Geschäft verhagelt - zum Wohl der Sparer.

Dabei ist der sogenannte Robo-Advisor eigentlich gar kein Roboter sondern eine Software, die dir hilft, deine individuelle Anlagestrategie zu finden und umzusetzen. Sie ist so programmiert, dass sie dein Geld möglichst effizient nach deiner Risikobereitschaft und Renditeerwartung auf verschiedene Produkte aufteilt. Die Robo-Advisor legen für dich vollautomatisch ein Portfolio an, dass i.d.R. aus Indexfonds (meist ETFs) mit einer breiten Streuung besteht. Dadurch wird das Risiko nachhaltig gesenkt und die Rendite gesteigert. Ausgeschlossen sind aber hochspekulative Produkte. Das Ziel eines Robo-Advisors ist das perfekte und individuelle Risiko-Rendite-Verhältnis für jeden einzelnen Sparer.

Und du kannst mit einem Robo-Advisor deine Geldanlage ganz einfach online umsetzen, ohne dich mit einem Bankberater rumzuschlagen, dem du am Ende doch nicht vertraust. Denn im Gegensatz zum klassischen Berater ist der Robo-Advisor nicht abhängig von Provisionen. Träumt der Bankberater von einem schicken neuen Mercedes, wird er seinem Kunden eventuell die Produkte verkaufen, an denen er am meisten verdient, um sich bald das neue Auto zu kaufen. Der Robo-Advisor dagegen legt dein Geld ausschließlich nach wissenschaftlichen Prinzipien an, immer unter Berücksichtigung deines individuellen Risiko-Rendite-Verhältnisses. Die Software ist nicht auf Emotionen, sondern auf Effizienz programmiert. Daher wird ein Robo-Advisor deine Geldanlage kontinuierlich auf dein Renditeziel optimieren und an die Marktentwicklungen anpassen (Rebalancing).

Durch die Automatisierung aller Prozesse fallen für den Anbieter der Robo-Advisor weniger Kosten an, wovon wiederum der Sparer profitiert. Die Anmeldung und Strategieplanung ist kostenlos. Die Verwaltungsgebühren für die vom Robo-Advisor gepflegte Geldanlage beläuft sich zwischen 0,5 % und 1,0 % auf die Anlagesumme pro Jahr. Dazu kommen Kosten für die Indexfonds, die nochmal zwischen 0,2 % und 0,5 % pro Jahr kosten. Mit Gesamtkosten von knapp 1,2 % liegt der Robo-Advisor damit immer unter den Kosten klassischer Investmentfonds. Auch fallen keine Ausgabeaufschläge an (die Provision für den Bankberater), die bis zu 5 % der Anlagesumme betragen kann.

Robo-Advisor bieten ihren Service ausschließlich online an. Zur Bestimmung des Risikos des Portfolios wird ein Fragebogen bereitgestellt. Das spart dem Robo-Advisor natürlich Kosten und dir Zeit, wenn du nicht zur Bank gehen musst. Wer allerdings noch einen persönlichen Ansprechpartner wünscht, für den wird der Robo-Advisor zumindest gewöhnungsbedürftig sein. Nur quirion bietet hier die Möglichkeit einer zusätzlichen persönlichen Beratung.

Wer sich selbst zutraut, die entsprechenden ETFs zu kaufen, kommt natürlich noch günstiger als wenn er den Robo-Advisor nutzt. Wer hier noch mehr Wissen will, der melde sich gerne bei mir.

Für eine Anlage bei einem Robo-Advisor braucht man kein großes Startkapital. Anbieter wie Growney verlangen gar keine Mindestanlage, auch Sparpläne sind praktisch ab 1 € pro Monat möglich, bei Kosten von ca. 1,3 % p.a. der Anlage. Visualvest ist bislang der günstigste Anbieter mit Kosten von ca. 1 % p.a., verlangt aber entweder mindestens 50 € pro Monat als Sparplan oder eine Anlage von 500 €.

Der Robo-Advisor ist individuell, verständlich, günstig und flexibel. Natürlich kannst du zu deiner Bank gehen, aber du kannst auch einfach die Seite eines Robo-Advisors aufrufen und eine Anlagestrategie durchplanen. Das ist nämlich kostenlos und unverbindlich. Einfach mal ausprobieren.

Hier nochmal ein Vergleich der besten Robo-Advisors.

Liebe Grüße,
dein William.