Vor einiger Zeit habe ich an einer sogenannten Lichtstudie teilgenommen und damit auch ganz gutes Geld verdient. Als Proband der Studie musste ich meine Schlafgewohnheiten an einige Vorgaben anpassen, woraufhin sie mich dann untersucht haben.

Ich habe mich also als Proband beworben und wurde zum Vorstellungstermin eingeladen, wo sie mir den Ablauf der Studie komplett erklärt haben. Das Ziel der Studie durften sie mir jedoch nicht mitteilen, da das sonst die Ergebnisse der Untersuchung beeinflusst hätte. Der Studienleiter war sehr nett und erklärte mir, dass ich mit meiner Bereitschaft etwas für die Wissenschaft tue. Das hat mir schon geschmeichelt.

Die Studie ging insgesamt 3 Wochen. Meine Aufgabe war lediglich rechtzeitig ins Bett zu gehen und ebenso zu bestimmten Zeiten aufzustehen. Zur Überprüfung musste ich ein Bewegungsmesser am Handgelenk tragen, aber das war halb so wild. In dieser Zeit musste ich 7 mal im Krankenhaus erscheinen und wurde pro Sitzung 3 Stunden untersucht. Die ersten 7 Tage musste ich also meine Schlafgewohnheiten anpassen, erst dann begannen die Untersuchungen. In den folgenden zwei Wochen musste ich alle 2 Tage ins Krankenhaus und wurde in einen abgedunkelten Raum gesetzt. Das war gar nicht so schlimm, da ich hier lesen durfte. In diesen zwei Stunden durfte ich aber nicht auf mein Handy schauen, da das Licht des Displays die Ergebnisse verfälscht hätte. Anschließend wurde ich in einen Raum geführt und musste eine Stunde lang auf eine weiße Wand starren. Während der dreistündigen Sitzungen wurde mir mehrmals Speichel entnommen und ich musste meine Stimmungslage auf Zetteln ankreuzen. Zweimal musste ich am Computer Wissenstests durchführen, aber die waren ziemlich einfach.

Das war es eigentlich. Als Entschädigung habe ich dann 400 € bekommen. Ziemlich gut, wenn man bedenkt, dass ich dazu nur schlafen, lesen und auf weiße Wände starren musste. Nach Abschluss hat mir der Studienleiter natürlich auch erklärt, worum es in dem Test ging. Man wollte herausfinden, wie die Lichtreflexion von Oberflächen das Wachsein der Probanden beeinflusst. Dadurch war mir dann auch klar, warum ich stundenlang auf die Wände geguckt habe. Im Gegensatz zu anderen Studien, musste ich hierbei nicht im Krankenhaus schlafen oder Medikamente testen. Daher war das für mich eine ganz entspannte Erfahrung.

Ich habe also insgesamt ca. 21 Stunden im Krankenhaus verbracht, bei 400 € Aufwandsentschädigung ist das ein Stundensatz von 20 €/netto. Gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass ich währenddessen auch noch meinen Biorhythmus für 3 Wochen anpassen musste. Gerade als Student kann das weitreichende positive Folgen haben, um den Klauen des Schlafmangels zu entkommen. Daher scheint mir diese Studie ein gutes Beispiel, wie man sich nebenbei etwas dazu verdienen kann.

Wie steht es bei euch? Habt ihr auch schon Erfahrungen als Probanden gesammelt? Wenn ihr eure Erfahrungen teilen wollt, schreibt mir!

Liebe Grüße,
Dein William.