Mehr Info 1/1 Geld nachhaltig anlegen

Ökologische, soziale und ethische Kriterien in der Geldanlage.

Diese Aspekte spielen neben den klassischen Kriterien (wie viel Zinsen bringt die Anlage, wie flexibel bin ich, welches Risiko gehe ich ein) bei der nachhaltigen Geldanlage eine Rolle.

Am verbreitetsten in der nachhaltigen Geldanlage sind Fonds.

Nachhaltige Fonds bestehen aus Aktien oder Anleihen von vielen verschiedenen Unternehmen. Allerdings werden nur solche Unternehmen in den Fonds aufgenommen, die gewisse Kriterien erfüllen. Weil es aber keine objektive Richtlinie gibt, was zum Beispiel ethisch korrektes Verhalten ist, sind solche Kriterien mal strenger und mal weniger streng.

  • Aktien

    Aktien sind Wertpapiere, die von Unternehmen ausgegeben werden. Mit dem Kauf einer Aktie wirst du Eigentümer eines Unternehmens. Wenn das Unternehmen wächst, steigt auch der Wert deines Anteils. Du hast Anspruch auf einen Teil des Gewinns, der jährlich ausgezahlt wird (Dividende). Macht das Unternehmen Verluste, kann der Wert des Unternehmens und damit auch der Wert deines Anteils sinken. Weil Aktien stark im Wert schwanken können, solltest du nur langfristig anlegen (mindestens 5 Jahre).

  • Anleihen

    Anleihen sind Wertpapiere, die von Staaten oder Unternehmen angeboten werden. Mit dem Kauf einer Anleihe gibst du dem Anbieter einen Kredit über eine vorher festgelegte Laufzeit. Du umgehst damit die Bank als Vermittler. Du erhältst eine feste Verzinsung und gehst damit weniger Risiko als bei Aktien ein. Allerdings profitierst du nicht von Gewinnen. Es gilt: Je höher die Kreditwürdigkeit des Anbieters, desto niedriger die Zinsen. Deutsche Bundesanleihen bringen daher weniger Zinsen als Anleihen der Lufthansa.

Es gibt verschiedene Auswahlprozesse, wenn man nachhaltige Fonds zusammenstellt.

Die Entscheidungen werden von Fondsmanagern getroffen, die sich an einem oder mehreren Ansätzen orientieren.

  • Ausschlusskriterien

    Man investiert nicht in Unternehmen, die ethisch oder ökologisch fragwürdig handeln, zum Beispiel nicht in Erdölkonzerne oder in Unternehmen, die Tabak oder Waffen produzieren. Das kann auch für Staatsanleihen gelten. Man schließt zum Beispiel Staaten mit Todesstrafe aus.

  • Best-In-Class-Ansatz

    Hier nimmt man jeweils die nachhaltigsten Unternehmen aus einer Branche mit auf. Das kann auch bedeuten, dass das zum Beispiel das “nachhaltigste” Tabakunternehmen” mit im Fonds sein kann.

  • Engagement

    Man investiert in ein Unternehmen und versucht dann als Miteigentümer die Geschäftsführung zu beeinflussen und zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen.

  • Impact Investments

    Man investiert in Projekte/Unternehmen, die als Ziel soziale oder ökologische Verbesserungen haben, zum Beispiel Windparks oder Micro-Finance-Initiativen.

Wer selbst nicht zum Experten werden will, dem helfen Nachhaltigkeitssiegel.

Wie zum Beispiel das des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Von den insgesamt 13.000 Fonds, die es in Deutschland gibt, sind so immerhin 500 als nachhaltig bewertet. Trotzdem werden von allen Investments bisher nur knapp 3 % in nachhaltige Geldanlagen gesteckt.

Praktisch werden.

Hier zeige ich dir, wie du einfach selbst nachhaltig anlegen kannst.